Hintergrund Session III
Globale nachhaltige Entwicklung
Eine Strategie für wirtschaftliche Entwicklung und Klimastabilisierung
Der Klimawandel wird fast weltweit als ernste Bedrohung der menschlichen Gesellschaft angesehen. Die Klimastabilisierung lässt sich aber nicht mit der bisherigen Nutzung von Ressourcen vereinen. Dieser Konflikt wird noch größer werden, wenn ärmere Länder zum Lebensstandard in der industrialisierten Welt aufschließen wollen. Zudem ist der Klimawandel mit einer Reihe weiterer Probleme wie dem Artensterben und weiterer Umweltzerstörung verflochten. Positive Rückkopplungen im Klimasystem könnten Veränderungen herbeiführen, die unsere Fähigkeiten zur Anpassung übersteigen. Lösungsansätze für die Probleme erfordern grundlegende Veränderungen. Langfristig müssen der gesellschaftliche Wohlstand und die Ressourcennutzung entkoppelt werden, damit die Menschheit in unserer endlichen Biosphäre fortbestehen kann.
Um gemeinsam Lösungen finden zu können muss die Gesellschaft auf lokaler und nationaler Ebene demokratisiert werden. Auf globaler Ebene bedeutet das die Schaffung neuer Regierungs-Institutionen. Die bestehenden Möglichkeiten für internationale Zusammenarbeit müssen ausgebaut werden. Die Welt braucht Handlungsschemata, um den Kampf gegen Armut und Umweltzerstörung fortführen und zwischen Regionen und Generationen für Gerechtigkeit sorgen zu können. Der Klimawandel könnte die treibende Kraft für die Entwicklung globaler Mechanismen sein, Ressourcen effizienter zu nutzen, die Umwelt zu schonen und zu nachhaltigen Lebensweisen zu gelangen.
Im Bereich der Energieversorgung besteht die Herausforderung darin, eine von Grund auf neue Struktur aufzubauen, die nicht auf fossilen Brennstoffen beruht. Dabei wäre es hilfreich, nicht nur von Zielvorgaben und Handelsmechanismen zu sprechen, sondern von Investitionen, um das Potential erneuerbarer Energien und verbesserter Energieeffizienz auszuschöpfen. Ein Investitionsprogramm könnte gleichzeitig auf wirtschaftliches Wachstum und Klimastabilisierung abzielen.
Die großen sozialen, politischen und technologischen Veränderungen könnten über das hinausgehen, was heutigen Regierungsstrukturen möglich ist. Wenn es aber gelingt, sie in der globalisierten Welt mit Geschick, Einfühlungsvermögen und Voraussicht umzusetzen, könnte viel für Nachhaltigkeit und Entwicklung innerhalb von Grenzen und darüber hinaus bewirkt werden.

