Mitteilung vom 27.09.2007
Nobelpreisträger beraten in Potsdam über Nachhaltigkeitsstrategien
Bis zu neun Milliarden Menschen werden unseren Planeten in diesem Jahrhundert bevölkern und haben ein Anrecht auf ein Leben in Würde. Dazu benötigen sie einen bezahlbaren Zugang zur Energieversorgung, der ihnen mit den begrenzten und ungleich verteilten fossilen Energieträgern allein nicht verschafft werden kann. Die Nutzung dieser Brennstoffe droht zudem, das globale Klimasystem zu destabilisieren.
Wie kann man das Schema „Business-as-usual“ aufbrechen? Wie können der Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt, Ressourcen effizienter genutzt und notwendige Innovationen beschleunigt werden? Wie gelangen wir zu einer gerechteren Verteilung des Wohlstands?
Schon jetzt droht der fortschreitende Klimawandel die Lebensgrundlage der Menschen in vielen, vor allem südlichen, Ländern zu zerstören. Dies kann nur aufgehalten werden, wenn die internationale Staatengemeinschaft neue Lösungswege beschließt und gemeinsam umsetzt. Ein neues Klimaabkommen, das weit über das in 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll hinausgeht, ist daher dringend erforderlich.
Die Ergebnisse des Nobelpreisträger-Treffen sollen am zweiten Tag der Veranstaltung in ein „Potsdam-Memorandum“ eingehen, das sich an die UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali richtet.
Neben Nobelpreisträgern wie Carlo Rubbia, Mario Molina, Wangari Maathai, Murray Gell-Mann oder James Mirrlees werden namhafte Experten wie Sir Nicholas Stern, Rajenda Pachauri oder Sunita Narain am Symposium teilnehmen.
Veranstaltet wird das Symposium vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, in Partnerschaft mit dem World Wide Fund For Nature und mit maßgeblicher Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

