Mario Molina
Mario Molina wurde 1943 in Mexiko-Stadt geboren. Er studierte Physikalische Chemie an der University of California in Berkeley, wo er auch promovierte. 1974 war er einer der Autoren eines Fachartikels in der renommierten Zeitschrift „Nature“. Lange bevor die ersten Messwerte vom so genannten Ozonloch über der Antarktis vorlagen, wurde in diesem Artikel beschrieben, wie die damals in der Industrie viel verwendeten Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe das Ozon in der Atmosphäre zerstören. Dieses Gas schützt das Leben auf der Erde vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. 1995 wurde Molina für seine Arbeit über die Zerstörung des Ozons mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Als Professor für Chemie sowie Erd-, Atmosphären- und Planetenwissenschaften am Massachusetts Institute of Technology erforscht Molina weiterhin, wie die menschliche Gesellschaft die Chemie der Atmosphäre verändert. Seit 2004 lehrt und forscht er an der University of California in San Diego.

